Wandern gegen Depressionen

Wandern gegen Depressionen 
Wege aus der Depression

Gemeinsam wieder aus dem tiefen Tal herauszukommen und depressive Gedanken vertreiben.

Wege wandern aus der Depression
Körperliche Aktivitäten, wie Wandern, kann helfen, wieder aus dem tiefen Tal herauszukommen und depressive Gedanken zu vertreiben. Dies wurde bereits durch mehrere Studien erwiesen und mittlerweile ist Sport sogar in den meisten Therapien integriert.
Eine vielzitierte US-Studie kam zu dem Ergebnis, dass Sport genauso gut gegen Depressionen wirkt wie Medikamente und sogar eine geringere Rückfallquote hat. Warum das so ist, ist aber bislang noch nicht ganz klar. Machen wir uns also auf die Suche nach den Gründen.

Schon dieses Aufraffen, dieses „sich überwinden“, sorgt für erste positive Gefühle. Theoretisch könnte man jederzeit umkehren, doch man geht weiter und schritt für Schritt entfernt man sich mehr von den ständig kreisenden Gedanken, die einem so sehr zu schaffen machen. Wichtig ist es, seine Ziele bei einer solchen Wanderung nicht zu hoch zu setzen. Lieber sucht man sich eine kürzere, weniger anspruchsvolle Stecke aus, die dafür landschaftlich eine Menge zu bieten hat, als einen Weg mit Anstiegen und Gefällen, der eine konditionelle Höchstleistung erfordert. Macht euch bitte nichts vor. Wenn ihr mit einer Depression kämpft, macht es keinen Sinn, sich etwas beweisen zu wollen. Das geht mit großer Wahrscheinlichkeit nach hinten los und am Ende des Tages geht es euch noch schlechter, als zu Beginn der Wanderung.
Wege entstehen, wenn wir sie gehen
So hart der Anfang auch ist – schon bald spürt ihr die ersten Erfolgserlebnisse. Ihr werdet fitter, belastbarer und beginnt, euch wieder etwas zuzutrauen. Mit den Erfolgserlebnissen wächst auch euer Selbstvertrauen und die Ängstlichkeit lässt nach.

Ob ihr nun alleine wandert und die Ruhe braucht, oder ob ihr euch lieber gemeinsam mit anderen Betroffenen auf den Weg macht (Infos und Kontakte zu Wandergruppen von Betroffenen gebe ich euch gerne weiter), müsst ihr selbst herausfinden. Manchen helfen die sozialen Kontakte und die Gespräche mit Gleichgesinnten, anderen hingegen hilft es, wenn sie sich wirklich in aller Ruhe auspowern können. Da dürfen neben den Glücksgefühlen natürlich auch mal Tränen fließen.
Glücksgefühle
Rein wissenschaftlich betrachtet, liegt es wohl am Hormon Serotonin.
Fakt ist, dass Ausdauersport (Wandern ist ein Ausdauersport) den Serotoninspiegel ansteigen lässt. Serotonin, das auch als Glückshormon bekannt ist, wirkt sich stimmungsaufhellend auf den Organismus aus – ein Mangel an Serotonin kann hingegen eine Depression zur Folge haben. Tageslicht und Sonnenschein haben übrigens zusätzlich einen positiven Einfluss auf den Serotoninspiegel, weshalb sich das Wandern ganz besonders zur Bekämpfung von Depressionen eignet.

Natürlich können wir diese Thematik auch etwas pragmatischer betrachten:
Jeder, der schon einmal mit einer Depression, oder einer depressiven Verstimmung zu tun hatte, weiß, dass der einzig ertragbare Ort das eigene Bett ist. Hier gilt es, sich selbst aufzuraffen (sind in den Hintern zu treten) und den ersten Schritt zu machen. Dass sämtliche elektronische Begleiter, wie Smartphone & Co. in diesem Falle strikt verboten sind, versteht sich von selbst.
Die Sonnenstrahlen kitzeln unsere Haut, klare Luft, himmlische Stille nur von leisem Stapfen im knirschenden Schnee unterbrochen. Soooo schlimm kann eine Winterwelt  doch eigentlich gar nicht sein, in der man so viele Dinge entdecken kann, die rein gar nichts mit dem schwarz-weißen Film in unserem Kopf zu tun haben.
Natürlich macht es nicht gleich „klick“ und ihr seid all eure Sorgen los, doch werdet ihr bemerken, dass euch das Wandern, die Natur und die frische Luft einfach gut tun.
Wem es einmal gelungen ist, aus seiner Depression zu wandern, muss sich stets bewusst sein, dass die Krankheit damit nicht ein für alle Mal besiegt ist. Vielmehr habt ihr nur den ersten Schritt getan. Den ersten Schritt in ein neues, aktiveres Leben, dessen Lebensstil ihr beibehalten/ausbauen solltet, um nicht wieder in den alten Trott zu geraten und schon nach einer kurzen Zeit wieder tiefer im Loch zu sitzen, als jemals zuvor.
Sonne am Horizont
Download
Info der deutschen Depressionshilfe
Wege aus der Depression im MKK
MUT-TOUR

Die MUT-TOUR ist ein Aktionsprogramm, bei dem sich die Teilnehmer auf Tandems, in Kajaks und beim Wandern durch ganz Deutschland bewegen, um einen Beitrag zur Entstigmatisierung der Depression als Erkrankung zu leisten.
Einen Überblick über unsere Treffen gibt es hier.

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Wir treffen uns regelmäßig zum gemütlichen Wandern (und Spazierengehen) an unterschiedlichen Orten im Raum von Gelnhausen, über Bad Orb bis Schlüchtern und an den Wochenenden auch im Spessart oder mal in die Rhön.
Wegen Fahrgemeinschaften bitte auch Wohnort und Moblitätsmöglichkeiten angeben. 

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